Arbeitsrecht2018-09-07T09:47:45+00:00

ARBEITSRECHT

Wir sind seit 1999 im Arbeitsrecht tätig. Bei allen Fragen des Arbeitsrechts beginnend bei der Prüfung und Gestaltung von Arbeitsverträgen bis hin zur Beendigung des Arbeitsverhältnisses durch Kündigung oder Aufhebungsvertrag stehen wir unseren Mandanten beratend und gestaltend zur Seite.

Wir beraten und vertreten unsere Mandanten bundesweit bei allen auftretenden Fragestellungen und Konflikten im Arbeitsverhältnis und im Betrieb umfassend, kompetent und praxisnah.

Mit konkreten und in die Zukunft gerichteten Lösungsvorschlägen und Handlungsempfehlungen unterstützen wir unsere Mandanten dabei, ihre Ziele zu erreichen.

BERATUNG UND VERTRETUNG IM ARBEITSRECHT

Im Bereich des Arbeitsrechts bieten wir Ihnen folgende Leistungen an:

  • Kündigung und Kündigungsschutzverfahren nach dem KSchG bei betriebsbedingter, verhaltensbedingter und personenbedingter (insbesondere krankheitsbedingter) Kündigung
  • Kündigungsschutz besonderer Personengruppen (Schwerbehinderung / Schwangerschaft / Elternzeit / Pflegezeit)
  • Aufhebungsverträge und Abwicklungsverträge
  • Abfindung bei Kündigung und einvernehmlicher Beendigung
  • Abmahnung, Entfernung der Abmahnung aus der Personalakte, Gegendarstellung
  • Versetzung
  • Arbeitsverträge / Allgemeine Geschäftsbedingungen
  • Zusatzvereinbarungen zu Arbeitsverträgen (Bonusregelungen, Zielvereinbarungen, (nachvertragliche) Wettbewerbsverbote, Homeoffice, Fortbildungsverträge u. a.)
  • Verträge mit Gesellschaftsorganen
  • Sondervergütung (Jahressonderzahlungen, Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld u. a.)
  • Mutterschutz / Elternzeit / Pflegezeit
  • Teilzeit / Elternteilzeit
  • Befristung von Arbeitsverträgen
  • Umstrukturierung / Personalabbaumaßnahmen
  • Betriebsübergang § 613a BGB
  • Beschäftigtendatenschutz (Erhebung, Verarbeitung und Nutzung von Mitarbeiterdaten, E-Mail und Internetnutzung am Arbeitsplatz u. a.)
  • Prozessführung vor allen deutschen Arbeitsgerichten, Landesarbeitsgerichten und dem Bundesarbeitsgericht

Für eine individuelle Beratung stehen wir Ihnen jederzeit gern zur Verfügung. Sprechen Sie uns gerne an.

KOMPETENZNETZWERK

Die Kanzlei ist in ein Netzwerk aus kompetenten Kolleginnen und Kollegen eingebunden, die bei Fragestellungen aus anderen Rechtsgebieten in Abstimmung mit den Mandanten zur Problemlösung herangezogen werden können.

AKTUELLES AUS DEM ARBEITSRECHT

Videoüberwachung am Arbeitsplatz

05.09.2018|

Die Speicherung von Bildsequenzen aus einer rechtmäßigen offenen Videoüberwachung, die vorsätzliche Handlungen eines Arbeitnehmers zulasten des Eigentums des Arbeitgebers zeigen, wird nicht durch bloßen Zeitablauf unverhältnismäßig, solange die Ahndung der Pflichtverletzung durch den Arbeitgeber arbeitsrechtlich möglich ist. Dies hat das Bundesarbeitsgericht mit Urteil vom 23.08.2018 entschieden (Az.: 2 AZR 133/18). Fristlose Kündigung nach Videoüberwachung Die von der Kündigung betroffene Arbeitnehmerin war in einem vormals von dem Arbeitgeber betriebenen Tabak- und Zeitschriftenhandel mit angeschlossener Lottoannahmestelle tätig. Dort hatte der Arbeitgeber eine offene Videoüberwachung installiert. Mit den Aufzeichnungen wollte er sein Eigentum vor Straftaten sowohl von Kunden als auch von eigenen [...]

Unwiderrufliche Freistellung und Arbeitslosengeld

05.09.2018|

Die während der Freistellung bis zum Ende des Arbeitsverhältnisses gezahlte und abgerechnete Vergütung ist bei der Bemessung des Arbeitslosengeldes als Arbeitsentgelt einzubeziehen. Dies hat das Bundessozialgericht am 30.08.2018 entschieden (Az.: B 11 AL 15/17 R). Beendigung des Arbeitsverhältnisses durch einen Aufhebungsvertrag Die betroffene Arbeitnehmerin war seit dem Jahr 1996 als geprüfte Pharmareferentin bei ihrem Arbeitgeber beschäftigt. Dieses Arbeitsverhältnis wurde einvernehmlich am 30.04.2012 durch einen Aufhebungsvertrag beendet. Vereinbarungsgemäß war die Arbeitnehmerin bei Weiterzahlung einer monatlichen Vergütung vom 01.05.2011 an unwiderruflich von ihren Arbeitsleistungen freigestellt worden. Nach dem Aufhebungsvertrag stand sie der Arbeitgeberin in dieser Zeit unentgeltlich zur Beantwortung von Fragen [...]

Kündigung wegen Spontanurlaub

13.07.2018|

Nimmt eine Arbeitnehmerin eigenmächtig und spontan Urlaub und erscheint auch nach einer Aufforderung durch den Arbeitgeber nicht im Betrieb, ist eine verhaltensbedingte Kündigung des Arbeitsverhältnisses gerechtfertigt. In einem solchen Fall liegt eine beharrliche Verletzung der arbeitsvertraglichen Pflichten vor. Dies hat das Landesarbeitsgericht Düsseldorf mit Urteil vom 11.07.2018 – 8 Sa 87/18 – entschieden. Eigenmächtiger Spontanurlaub auf Mallorca Die Arbeitnehmerin war seit 2014 als Junior Business Excellence Manager mit Controlling-Tätigkeiten bei ihrem Arbeitgeber beschäftigt. Sie wurde in der Abteilung “Online Performance Management“ eingesetzt. Berufsbegleitend absolvierte sie ein Masterstudium “BWL Management“, das sie 2017 erfolgreich abschloss. Im Hinblick auf die Prüfung [...]

Verbot mehrfacher sachgrundloser Befristung grundsätzlich verfassungsgemäß

06.07.2018|

Das Verbot der mehrfachen sachgrundlosen Befristung in § 14 Abs. 2 S. 2 TzBfG ist grundsätzlich verfassungskonform. Es dient dem Zweck, die strukturell unterlegenen Arbeitnehmer vor Kettenbefristungen zu schützen und das unbefristete Arbeitsverhältnis als Regelbeschäftigungsform zu sichern. Dies hat das Bundesverfassungsgericht mit Beschluss vom 06.06.2018 entschieden. Im Einzelfall könne sich das Verbot allerdings als unzumutbar erweisen. Die Fachgerichte müssten es dann einschränken (BVerfG, Beschluss vom 06.06.2018 – 1 BvL 7/14; 1 BvR 1375/14). Grundrechtskonformität des § 14 Abs. 2 S. 2 TzBfG? Die Kläger des Ausgangsverfahrens begehren die Entfristung ihres Arbeitsvertrages. Sie machten gegenüber ihrem jeweiligen Arbeitgeber geltend, die [...]

Arbeitgeber darf Weihnachtsgeld bei Kündigung im Folgejahr zurückverlangen

29.06.2018|

In Tarifverträgen kann der Anspruch auf eine jährliche Sonderzahlung vom Bestand des Arbeitsverhältnisses zu einem Stichtag außerhalb des Bezugszeitraums im Folgejahr abhängig gemacht werden. Das hat das Bundesarbeitsgericht mit seinem Urteil vom 27.06.2018 - 10 AZR 290/17 – entschieden. Unwirksam wäre die Rückzahlungsverpflichtung allerdings, wenn sie in einem Formulararbeitsvertrag enthalten gewesen wäre. Tarifliche Sonderzuwendung Der beklagte Arbeitnehmer arbeitete als Busfahrer in einem Verkehrsunternehmen. Auf das Arbeitsverhältnis fand aufgrund einzelvertraglicher Bezugnahme ein Tarifvertrag Anwendung, der einen Anspruch auf eine bis zum 1. Dezember zu zahlende Sonderzuwendung vorsieht. Diese dient auch der Vergütung für geleistete Arbeit. Die Sonderzuwendung ist vom [...]

Schadensersatz für Zweitwohnung und Pendeln nach rechtswidriger Versetzung

21.06.2018|

Eine Arbeitgeberin muss ihrem Arbeitnehmer nach einer rechtswidrigen und damit unwirksamen Versetzung die Kosten für eine Zweitwohnung und eines Teils der Heimfahrten erstatten sowie ein Tagegeld zahlen (Hessiches Landesarbeitsgericht, Urteil vom 10.11.2017 – Az.: 10 Sa 964/17). Der Arbeitnehmer war seit vielen Jahren bei einem Unternehmen aus Hessen beschäftigt. Zuletzt war der Arbeitnehmer auch Betriebsleiter des südhessischen Standorts. Die Arbeitgeberin versetzte ihn für mindestens zwei Jahre in eine ca. 480 Kilometer entfernte Niederlassung. Der Arbeitnehmer folgte der Aufforderung, klagte jedoch erfolgreich gegen die Versetzung, sodass er nach einem rechtskräftigen Berufungsurteil wieder in Südhessen arbeiten konnte. Schadenersatz eingefordert Der Arbeitnehmer [...]