Eine Einigungsstelle ist eine innerbetriebliche Schlichtungsstelle zur Beilegung von Meinungsverschiedenheiten zwischen Arbeitgeber und Betriebsrat, Gesamtbetriebsrat oder Konzernbetriebsrat. Teilnehmer der Einigungsstelle sind die Beisitzer, die je zur Hälfte vom Arbeitgeber und Betriebsrat gestellt werden.

Die Verhandlungen der Beisitzer in der Einigungsstelle finden unter Vorsitz eines Einigungsstellenvorsitzenden, in der Regel eines Arbeitsrichters, statt. Auf die Person des Vorsitzenden müssen sich Arbeitgeber und Betriebsrat einigen.

Zuständig ist die Einigungsstelle für alle Fragen der erzwingbaren Mitbestimmung, insbesondere für allen Fallgruppen der sozialen Mitbestimmung nach § 87 BetrVG, für die Erstellung eines Sozialplans (§ 112 BetrVG) und für den Inhalt von Personalfragebögen, Formular-Arbeitsverträgen und Beurteilungsgrundsätzen nach § 94 BetrVG.

Daneben ist die Einigungsstelle auch in den Fällen zuständig, in denen Arbeitgeber und Betriebsrat das Tätigwerden der Einigungstelle beidseits beantragen oder mit ihrem Tätigwerden beiderseits einverstanden sind (freiwilliges Einigungsstellenverfahren).